Harry-Potter-Overload

Gestern habe ich meine Harry-Potter-Klausur geschrieben. Ja, hier gibt es ein Harry-Potter-Modul am Department of Education, das sich mit gesellschaftlichen Phänomenen rund um Harry Potter und allem, was das ‚Potterverse‘ (hiesiger Fachbegriff für die Welt Harry Potters) zu bieten hat, beschäftigt.

Die Idee, eine Weile in Durham zu verbringen, war für mich von Anfang an mit einem  ‚Potteresquem‘ Eindruck verbunden, der Durham für mich nur attraktiver machte. Die Stadt hat ein Castle und eine Kathedrale, die nicht zuletzt deswegen an Harry Potter erinnern, weil sie von Warner Bros. mit vielen anderen eindrucksvollen Bauten Großbritanniens zum Film-Hogwarts zusammengebastelt wurden.

Und dann ist da natürlich das Universitätsleben, das einem glatt als aus Harry-Potter-Büchern oder Filmen kopiert vorkommen könnte, wüsste man nicht, dass die Traditionen der Universität wahrscheinlich etwas weiter zurückreichen als in die späten 90er.

Da gibt es einmal die Gowns, schwarze Umhänge, die zu unterschiedlichen festlichen Anlässen von Mitgliedern einiger Colleges getragen werden. Oh, ja, und Colleges gibt es, die den Studenten hier, ähnlich wie die vier Häuser in Hogwarts, Unterstützung, Spaß und Zugehörigkeit bieten und sich allesamt (es gibt 16 Colleges) durch unterschiedliche Merkmale auszeichnen; seien das ihre distinkten Gebäude (das University College residiert im Castle, Trevelyan College in einem modernen Gebäude, das aus vielen achteckigen (hab ich richtig gezählt?) Räumen besteht etc.), oder Begeisterung für Sport und Musik oder andere Qualitäten, wie Freundlichkeit. Jeder Student gehört einem College an, was natürlich für Rivalitäten unter den Colleges sorgt, wie wir sie auch in den Harry-Potter-Büchern zwischen den Häusern finden.

Dass jeder Student in seinem ersten Jahr im College lebt, trägt zur Internatsatmosphäre der Colleges bei. Es ist nicht ungewöhnlich, in einer Collegebar zu sitzen, während gerade eine Gruppe Collegebewohner in Schlafanzügen vorbeischlendert.

Was mich hier allerdings am meisten an Harry Potter erinnert, sind die formal dinners (kurz formals), bei denen sich die Mitglieder eines Colleges in Abendgarderobe und Gowns zu einem mehrgängigen Abendessen treffen (in manchen Colleges zweimal die Woche!). In Castle (Spitzname des University Colleges) passiert dies zufällig auch noch in der Great Hall, was den Potter-Eindruck perfekt macht.

Als ich gestern nach meiner Harry-Potter-Klausur in ein Café ging, um ein wenig zu entspannen, wurde mein Kaffee von einer Person mit Brille, Narbe und Umhang gemacht. Da dachte ich, „Is this real? Or has this been happening inside my head?“

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