Es gibt keine Mensa – und jetzt?!

In Marburg würde ich mich zwar nicht als „zwanghaften Mensagänger“ bezeichnen, aber es ist, wie ich hier erfahre, doch sehr schön zu wissen, dass es eine Mensa gibt. Hier muss ich mir nämlich tatsächlich selbst Gedanken um mein Essen machen – komplett. Es gibt zwar die Möglichkeit, im College zu essen, doch für livers-out (jemanden wie mich, der nicht, wie alle Erstis und manche Studenten im dritten Jahr, im College lebt) kostet das Essen £3,80, was den Preis für ein Mensaessen doch deutlich übersteigt.

Was sind also die Alternativen?

Sandwiches – davon habe ich mich in meinen ersten zwei Wochen hier ausschließlich ernährt. Die große Auswahl an verschiedenen Sandwiches suggeriert nichtsahnenden ausländischen Studenten, sich für neun Monate problemlos und ohne jemals das gleiche Sandwich zweimal essen zu müssen von Sandwiches ernähren zu können. Als ich mich nach zwei Wochen fühlte wie ein wandelndes (fluffiges) Brot, gab ich diesen Gedanken auf.

Natürlich gibt es da noch die englischen Klassiker: Fish & Chips und Baked Beans bzw. Beans on Toast. Fish & Chips – verlockend…kann man natürlich nicht jeden Tag essen (siehe Fett, sehr viel Fett). Wem Fisch noch zu gesund ist, der kann sich natürlich stattdessen ein Würstchen frittieren lassen. Beans on Toast sind ein schnelles und günstiges Essen, wenn man nicht viel Zeit oder Lust zum Kochen hat.

In den Supermärkten hier gibt es unzählige Fertiggerichte, die allerdings wirklich fertig sind, bei denen man also nichts mehr anrühren, sondern sie nur noch in die Mikrowelle stellen muss. Diese sind, je nach Hersteller und Preisklasse, manchmal eher matschig und fettig oder aber, wie bei vielen Gerichten von Marks & Spencer, wirklich lecker und gesund (zumindest haben sie den Anschein).

Klassisch und etwas nobler wird es beim Afternoon Tea. Hierbei erhält an eine Auswahl von (hier sind sie wieder) Mini-Sandwiches mit leckerem Belag, wie Eier und Kresse oder auch Garnelen. Darauf folgen Scones, die gebäck- bzw. brötchenartigen Stückchen in der Mitte, mit Clotted Cream und Marmelade. Danach darf man sich an einer kleinen Auswahl Kuchen und Gebäck erfreuen. Der Spaß kostet mit Tee umgerechnet allerdings fast 30€, wenn man ihn in einem alten Teehaus wie dem Betty’s in York einnimmt…naja, einmal auf die feine englische Art Afternoon Tea zu zelebrieren, muss schon sein…

So landet man im Alltag doch eher bei (Halb-) Selbstgekochtem von Tesco, dem bezahlbaren Supermarkt. Dem Gerücht, dass hier auch fried Mars bars (ja, frittierte Marsriegel!) verkauft werden, werde ich noch nachgehen.

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